Texte mit ChatGPT & Co.: Warum KI allein noch keine guten Inhalte macht

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Künstliche Intelligenz kann heute innerhalb weniger Sekunden Texte erstellen. Eine kurze Anweisung genügt und schon entstehen Produktbeschreibungen, Social-Media-Beiträge, E-Mails oder ganze Texte für eine Webseite. Das spart Zeit und kann den Einstieg in ein Thema erheblich erleichtern.

Trotzdem entsteht nicht automatisch ein guter Text, nur weil er sprachlich korrekt klingt. Gerade bei Unternehmenskommunikation kommt es auf mehr an: Der Inhalt muss zum Unternehmen, zur Zielgruppe und zum jeweiligen Zweck passen. KI kann dabei unterstützen. Die Verantwortung für einen guten Text nimmt sie uns jedoch nicht vollständig ab.

KI kann den Einstieg deutlich erleichtern

Ein leeres Dokument kann erstaunlich viel Zeit kosten.

Wie beginnt man einen Text? Welche Themen sollten enthalten sein? Wie lässt sich ein komplizierter Sachverhalt verständlich erklären? Genau hier kann KI sehr hilfreich sein.

Sie kann erste Ideen liefern, mögliche Strukturen vorschlagen oder aus einigen Stichpunkten einen ersten Entwurf erstellen. Statt bei null anzufangen, gibt es damit eine Grundlage, die anschließend weiterentwickelt werden kann. Gerade für Menschen, die nicht regelmäßig Texte schreiben, kann diese Unterstützung den Arbeitsprozess erheblich vereinfachen.

Ein guter Prompt hilft – löst aber nicht alles

Je genauer eine KI weiß, was von ihr erwartet wird, desto besser kann das Ergebnis werden.

Informationen über Zielgruppe, Thema, Tonalität, gewünschte Länge und Zweck eines Textes helfen dabei, passendere Entwürfe zu erstellen.

Aus: „Schreib einen Text über unsere Firma.“ kann deshalb ein völlig anderes Ergebnis entstehen als aus einer konkreten Beschreibung des Unternehmens, seiner Leistungen und der Menschen, die mit dem Text erreicht werden sollen.

Doch auch ein ausführlicher Prompt ersetzt nicht die anschließende Prüfung. KI kennt schließlich nicht automatisch alle Besonderheiten eines Unternehmens und kann Informationen falsch interpretieren oder ergänzen, die gar nicht vorgegeben wurden.

Das größte Problem sind oft nicht die offensichtlichen Fehler

Fehlerhafte Fakten lassen sich häufig relativ schnell erkennen.

Schwieriger sind Texte, die auf den ersten Blick völlig in Ordnung wirken – aber trotzdem austauschbar bleiben.

Formulierungen wie „maßgeschneiderte Lösungen“, „höchste Qualität“ oder „Ihr zuverlässiger Partner“ können grundsätzlich richtig sein. Wenn jedoch jedes Unternehmen ähnlich klingt, sagen solche Aussagen wenig darüber aus, warum gerade dieses Unternehmen interessant ist.

Gute Unternehmenskommunikation braucht konkrete Informationen.

Was macht das Unternehmen tatsächlich anders? Wie läuft die Zusammenarbeit ab? Welche Leistungen stehen im Mittelpunkt? Welche Fragen beschäftigen Kunden wirklich?

Diese Informationen muss eine KI zunächst bekommen, bevor daraus ein individueller Text entstehen kann.

KI-Texte brauchen eine eigene Stimme

Unternehmen kommunizieren unterschiedlich.

Ein Handwerksbetrieb darf anders klingen als eine Unternehmensberatung. Ein lokales Einzelhandelsgeschäft spricht seine Kunden möglicherweise anders an als ein technischer Industriebetrieb.

Deshalb sollte ein KI-generierter Text nicht einfach übernommen werden, nur weil er grammatikalisch sauber formuliert ist. Wortwahl, Satzlänge und Tonalität sollten zum Unternehmen passen. Besonders bei einer Webseite begegnen Besucher häufig mehreren Texten hintereinander. Klingt jeder Bereich anders oder wirkt alles übermäßig glatt und allgemein, fehlt schnell ein erkennbarer Charakter.

Menschliche Überarbeitung eines KI-gestützten Textentwurfs

Fakten müssen überprüft werden

KI-Systeme können überzeugend formulieren – auch dann, wenn eine Information nicht stimmt. Zahlen, technische Angaben, rechtliche Aussagen, Produktinformationen oder andere konkrete Fakten sollten deshalb nicht ungeprüft übernommen werden. Das gilt besonders, wenn die KI zusätzlich Informationen recherchieren oder fehlende Angaben selbst ergänzen soll.

Ein sprachlich überzeugender Text ist noch kein Beleg dafür, dass sein Inhalt korrekt ist. Je wichtiger eine Aussage ist, desto wichtiger ist ihre Überprüfung.

Gute Texte entstehen häufig in mehreren Schritten

KI muss nicht den fertigen Text in einem einzigen Durchgang liefern. Oft funktioniert ein schrittweiser Prozess besser.

Zunächst können Themen und Inhalte gesammelt werden. Anschließend entsteht eine Struktur. Daraus wird ein erster Text entwickelt, der danach gekürzt, ergänzt oder sprachlich angepasst wird.

Auch einzelne Absätze können gezielt überarbeitet werden. So wird KI weniger zum automatischen Texter und mehr zu einem Werkzeug im redaktionellen Prozess.

Für Webseiten reicht Suchmaschinenoptimierung allein nicht

Gerade bei Texten für Webseiten spielt zusätzlich die Auffindbarkeit über Suchmaschinen eine Rolle. Relevante Suchbegriffe, verständliche Überschriften und eine klare Seitenstruktur können dabei helfen, Inhalte für Suchmaschinen besser einzuordnen.

Trotzdem sollte ein Text nicht hauptsächlich für einen Algorithmus geschrieben werden.

Wenn ein Suchbegriff unnatürlich oft wiederholt wird oder Texte nur deshalb länger werden, weil ein SEO-Werkzeug noch nicht zufrieden ist, leidet häufig die Lesbarkeit.

Am Ende sind es Menschen, die eine Webseite besuchen, Informationen suchen und entscheiden, ob sie Kontakt aufnehmen.

KI kann auch bei der Suchmaschinenoptimierung unterstützen – gute Inhalte sollten trotzdem zuerst für ihre Leser verständlich und hilfreich sein.

Auch bei plan a media gehört KI inzwischen zum Arbeitsalltag

Wir nutzen KI selbst als Werkzeug bei unterschiedlichen Aufgaben – auch bei der Entwicklung und Überarbeitung von Texten.

Sie kann uns beispielsweise dabei unterstützen, Themen zu strukturieren, alternative Formulierungen auszuprobieren oder umfangreiche Inhalte übersichtlicher aufzubereiten.

Der fertige Text entsteht dadurch aber nicht einfach per Knopfdruck. Inhalte werden angepasst, Aussagen geprüft, Formulierungen verändert und mit den tatsächlichen Informationen zum jeweiligen Unternehmen abgeglichen. Für uns ist KI deshalb vor allem eines: ein zusätzliches Werkzeug, das Arbeit erleichtern kann – die inhaltliche und gestalterische Entscheidung aber nicht ersetzt.

Das gleiche Prinzip gilt auch für visuelle Inhalte. Wie wir KI bei Bildern einordnen, zeigen wir im Beitrag „KI-Bilder in Werbung und Webdesign – Möglichkeiten, Grenzen und Kennzeichnung“.

Wann sollte man lieber selbst schreiben?

Nicht jeder Text braucht KI-Unterstützung. Persönliche Aussagen, individuelle Erfahrungen oder kurze Informationen lassen sich häufig schneller und authentischer direkt formulieren. Auch bei sehr spezifischem Fachwissen kann es sinnvoller sein, zunächst die Inhalte selbst festzuhalten und KI erst anschließend bei Struktur oder sprachlicher Überarbeitung einzusetzen.

Entscheidend ist nicht, ob KI verwendet wurde. Entscheidend ist, ob am Ende ein Text entsteht, der korrekt, verständlich und passend zum Absender ist.

Mehr über den grundsätzlichen Einsatz künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag zeigen wir auch in „KI im Unternehmen: Wo sie wirklich Zeit spart – und wo nicht“.

Prozess von Informationen über KI-Unterstützung bis zum fertigen Inhalt

Fazit: KI kann beim Schreiben helfen – Denken bleibt notwendig

KI kann die Texterstellung erheblich erleichtern. Sie hilft beim Sammeln von Ideen, bei der Strukturierung, bei ersten Entwürfen und bei der sprachlichen Überarbeitung. Gerade dort, wo bisher viel Zeit für einen ersten Einstieg benötigt wurde, kann das einen echten Unterschied machen. Doch ein überzeugender Text braucht mehr als korrekte Sätze. Er muss relevante Informationen enthalten, zum Unternehmen passen, Fakten korrekt wiedergeben und die Menschen erreichen, für die er geschrieben wurde.

KI kann dabei ein leistungsfähiges Werkzeug sein. Was ein Unternehmen tatsächlich sagen möchte und welche Aussagen am Ende veröffentlicht werden, bleibt eine menschliche Entscheidung.

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